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Zuerst festlegen, was der Relaunch verbessern soll

Die wichtigsten Punkte Deiner Website-Relaunch-Checkliste sind: Ziele festlegen, den Bestand sichern, alte und neue URLs zuordnen, Inhalte und Funktionen in einer Vorschau abnehmen und den Betrieb nach dem Start klären. Beginne mit dieser Bestandsaufnahme, bevor Du Seiten löschst oder Adressen änderst.

Ein Website-Relaunch verändert einen bestehenden Auftritt. Damit Du das Ergebnis beurteilen kannst, brauchst Du vor dem ersten Entwurf konkrete Ziele: Sollen Interessenten schneller zur passenden Leistung finden? Soll Dein Team Inhalte leichter pflegen können? Oder braucht die Website eine neue Funktion? Halte die wichtigsten Aufgaben fest und ordne ihnen eine Person zu, die das Ergebnis abnimmt.

Diese Checkliste ist für Unternehmenswebsites gedacht. Arbeite sie gemeinsam mit Deiner Agentur durch und notiere zu jedem Punkt den Verantwortlichen, den Nachweis und offene Fragen. Bei Shops, Mitgliederbereichen oder angebundenen Geschäftssystemen kommen zusätzliche Prüfungen hinzu. Ein Häkchen ist erst sinnvoll, wenn klar ist, was tatsächlich geprüft wurde. Ein schönes Startseitenbild reicht als Abnahmegrundlage nicht aus.

  • Ziele: Welche drei Aufgaben sollen Besucher und Redaktion besser erledigen können?
  • Umfang: Welche Inhalte, Sprachen und Funktionen gehören zum Auftrag?
  • Abnahme: Wer entscheidet über Texte, Gestaltung, Technik und Starttermin?

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Bestand und Rückweg sichern

Vor Änderungen braucht die aktuelle Website eine Sicherung. Bei WordPress umfasst sie die Dateien einschließlich Themes, Plugins und Uploads sowie die Datenbank. Eine Kopie des Designs oder ein Export einzelner Beiträge ist keine vollständige Sicherung. Lass Dir zeigen, von wann das Backup stammt, wo es liegt und wie sich die Website daraus wiederherstellen lässt.

Für das Projekt gehört außerdem eine getrennte Vorschau dazu. Dort kannst Du Texte, Seitenaufbau und Funktionen prüfen, während die bisherige Website weiterläuft. Vereinbare, wer einen Rückfall auf den alten Stand auslösen darf und welche Änderungen seit dem Backup dabei verloren gehen könnten. Gerade neue Anfragen, Bestellungen oder redaktionelle Ergänzungen dürfen beim Zurücksetzen nicht unbeachtet bleiben. Zugangsdaten gehören in einen geschützten Übergabeweg.

  • Sicherung mit Datum und Umfang dokumentieren; Wiederherstellung in einer getrennten Umgebung prüfen.
  • Zugänge zu Domain, Hosting, Website und wichtigen Integrationen zuordnen.
  • Für den Start eine Kontaktperson und einen nachvollziehbaren Rückfallweg vereinbaren.

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Wichtige Inhalte und URLs zuordnen

Erfasse vorhandene Seiten anhand von Sitemap, Website, Search Console und verfügbaren Zugriffs- oder Linkdaten. Beziehe verlinkte Bilder und Downloads ein. Ordne jeder alten Adresse zu, ob sie bleibt, einen passenden Nachfolger erhält oder entfällt. Eine häufig besuchte Leistungsseite verdient besondere Aufmerksamkeit, auch wenn sie gestalterisch nicht mehr gefällt.

Für dauerhaft geänderte Adressen sind direkte permanente Weiterleitungen zum fachlich passenden Ziel vorgesehen. Leite nicht pauschal alles auf die Startseite um. Ohne geeigneten Ersatz kann eine entfernte Seite einen 404- oder 410-Status liefern. Aktualisiere interne Links, Canonicals und Sitemap auf die endgültigen Adressen. Die Zuordnung sollte vor dem Start geprüft vorliegen.

Wenn Du Unterstützung bei Planung und Übernahme brauchst, beschreibt unsere Leistung Website-Relaunch den Ablauf von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme.

  • Bestandsliste: Alte URL, bisherige Aufgabe, Suchzugriffe und bekannte externe Links festhalten.
  • Zielentscheidung: URL behalten, passendes neues Ziel zuordnen oder begründet entfernen.
  • Inhalte: Suchfrage, Seitentitel und Hauptüberschrift der wichtigen Seiten mit der neuen Fassung abgleichen.
  • Abnahme: Alte Adresse aufrufen, tatsächlichen HTTP-Status und endgültiges Ziel prüfen; Weiterleitungsketten vermeiden.

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Arbeitsblätter für Deinen Relaunch

Mit diesen zwei Vorlagen hältst Du Entscheidungen und Prüfergebnisse gemeinsam mit Deiner Agentur fest. Trage zuerst Deine wichtigen alten Seiten in die URL-Liste ein. Entscheide für jede Adresse, ob sie bleibt, einen passenden Nachfolger bekommt oder entfällt. Die drei Beispielzeilen sind fiktiv: Ersetze sie durch Deine eigenen Seiten.

Das Abnahmeblatt enthält 14 Prüfpunkte mit Platz für Verantwortliche, Nachweise, offene Fragen und Termine. Alle Punkte beginnen mit dem Status offen. Setze einen Punkt erst auf geprüft, wenn das Ergebnis tatsächlich vorliegt. Ein leeres Messfeld bedeutet noch nicht geprüft. Die Vorlagen passen zu Unternehmenswebsites; für Shops oder angebundene Geschäftssysteme ergänzt Du weitere Prüfungen.

Für die Zuordnung alter und neuer Adressen: URL-Arbeitsblatt herunterladen (CSV).

Für Zuständigkeiten und dokumentierte Ergebnisse: Relaunch-Abnahmeblatt herunterladen (CSV).

  • Öffne die Dateien in Deinem Tabellenprogramm. Falls der Import nachfragt, wähle UTF-8 und das Semikolon als Trennzeichen.
  • Nutze die Status offen, in Arbeit, geprüft, blockiert oder nicht anwendbar. Begründe, wenn eine Prüfung für Dein Projekt entfällt.
  • P0-Punkte blockieren die jeweilige Freigabephase. Prüfungen nach dem Start werden vorher zugeordnet und erst nach dem freigegebenen Start durchgeführt. P1-Restpunkte brauchen eine bewusste Entscheidung und einen Termin.
  • Verweise bei Nachweisen auf eine sichere Ablage. Trage keine Passwörter, Tokens oder Kundendaten in die Vorlagen ein.

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Das Redaktionssystem an echten Aufgaben prüfen

Ein WordPress-Relaunch muss keinen Wechsel des Systems bedeuten. Vielleicht lassen sich die gewünschten Verbesserungen mit einer klareren Inhaltsstruktur, überarbeiteten Vorlagen und einer bereinigten technischen Grundlage erreichen. Lass Dir in der Vorschau zeigen, wie Du eine Leistung aktualisierst, eine Referenz ergänzt und ein Bild ersetzt. Prüfe dabei auch, welche Gestaltungsregeln Dich vor versehentlichen Layoutfehlern schützen.

Vergleiche Angebote anhand derselben Aufgaben. Wer übernimmt Texte und Bildauswahl? Sind Übernahme, Schulung und spätere Änderungen enthalten? Welche Lizenzen und laufenden Kosten kommen hinzu? So erkennst Du, ob zwei Angebote tatsächlich denselben Umfang beschreiben. Die Entscheidung für ein System sollte sich aus Deinem Alltag erklären lassen; eine bekannte Produktbezeichnung allein beantwortet diese Fragen noch nicht.

Eine Entscheidungshilfe zu Redaktion und Betrieb findest Du im Vergleich WordPress oder individuell entwickelte Website.

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Die Vorschau gemeinsam abnehmen

Prüfe vollständige Wege: von der Startseite zur Leistung, von einer Referenz zum Kontakt und vom Smartphone bis zum Eingang einer Testanfrage. Kontrolliere Menüs, Links, Downloads, Bildausschnitte und Texte. Teste auch längere Überschriften und die Bedienung mit der Tastatur. Notiere Fehler mit Seitenadresse und einer kurzen Beschreibung, damit die Umsetzung sie gezielt nachstellen kann.

Kläre getrennt, welche Seiten nach dem Start indexierbar sein sollen. Eine noindex-Anweisung ist kein Passwortschutz; Google muss sie außerdem abrufen können, damit sie wirkt. Eine robots.txt-Sperre verhindert diesen Abruf unter Umständen. Die Vorschau braucht deshalb einen passenden Zugangsschutz, und die freigegebenen öffentlichen Seiten müssen vor dem Start auf versehentlich verbliebene Indexierungssperren geprüft werden.

  • Inhalt: Leistungsumfang, Kontaktdaten und Handlungsaufforderungen sind korrekt.
  • Bedienung: Die wichtigsten Wege funktionieren auf Smartphone und Desktop.
  • Technik: Weiterleitungen, finale Adressen und gewünschte Indexierbarkeit sind geprüft.
  • Start: Kritische Fehler sind behoben; offene Restpunkte haben Verantwortliche und Termine.

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Nach dem Start kontrollieren und Betreuung übergeben

Rufe nach der Umschaltung die wichtigsten alten und neuen Adressen auf. Beobachte Fehler, Suchzugriffe und Indexierung in der Search Console. Rankings können nach größeren Änderungen vorübergehend schwanken; ein Relaunch garantiert keinen Zuwachs. Dokumentiere Auffälligkeiten pro betroffener Seite, damit sich technische Fehler von normalen Veränderungen unterscheiden lassen.

Lege schon vor der Übergabe fest, wer Updates, Backups, Störungen und Inhaltsänderungen übernimmt. Das können unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichem Leistungsumfang sein. Auch nach einem erfolgreichen Start sollte Dein Team wissen, wie es Hilfe bekommt und welche Informationen dafür nötig sind. Bewahre die Abnahme und die Liste offener Punkte zusammen mit der Projektdokumentation auf, damit die nächste Änderung auf einem nachvollziehbaren Stand beginnt.

Für die laufende technische Betreuung findest Du die aktuellen DigitalCare-Pakete bei unserer WordPress-Wartung. Dort sind die jeweiligen Leistungen und Grenzen beschrieben.

Quellen

Geprüfte Ausgangspunkte